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Versorgungssicherheit ist Thema

Peter Schrade und Volker Gogoll informieren Unternehmer über Formen der Altersversorgung

Quelle [Artikel 'Vogomedia und IMF' - WA | Westfälischer Anzeiger GmbH | Tageszeitungen | Meinerzhagener Zeitung Meinerzhagen | Kierspe

 

Von Gertrud Goldbach KIERSPE J

Der demographische Wandel sowie die Zukunft in der Energiewirtschaft könnten die herausforderndsten Themen der mittelständischen Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten sein. Das Institut für Mittelstandsförderung (IMF) mit Sitz in Kierspe hat mit ZEmbAv (Zukunftsorientierte Energieausrichtung mit betrieblicher Altersvorsorge) ein Konzept entwickelt, mit dem kleine und mittelständische Unternehmen in Kombination mit dem Einsatz erneuerbarer Energien eine Optimierung der Sach- und Betriebskosten erreichen können. „Energiepreise sind schon seit längerer Zeit zu einem preiskalkulatorischen Risiko geworden. Wer jetzt nicht in entsprechende Zukunftsmodelle  einsteigt, verbleibt in der vollständigen Abhängigkeit der großen Energiekonzerne.“ Peter Schrade, Geschäftsführer des IMF, hat die Klagen zum Anlass genommen, ein neues Konzept zu entwickeln. „Weil wir uns in unserem Unternehmen schwerpunktmäßig um die Optimierung der betrieblichen Altersvorsorge kümmern, lag es für mich nahe, ein Produkt aus der Kombination der betrieblichen Altersversorgung mit erneuerbaren Energien zu entwickeln“, stellte Peter Schrade sein Konzept bei dem Kiersper Unternehmen Vogomedia Mittelständlern aus der Region im Rahmen der Veranstaltung  „Optimierung der Personal- und Sachkosten durch betriebliche Altersversorgung“ vor. In den kommenden Jahren werde immer mehr qualifiziertes Personal fehlen. Der Mittelstand habe hier einen Nachteil  gegenüber  der Großindustrie, die in der Regel mit höheren Vergütungen locke. Der Einsatz von sozialen Sicherungssystemen sei eine Möglichkeit, Personal an die Firmen zu binden. „Wandelt ein abhängig Beschäftigter nur einen geringen Teil seines Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersvorsorge um, ergeben sich für den Beschäftigten und den Arbeitgeber eine Reihe von finanziellen Vorteilen. Das Unternehmen spart die Abgabe für die Sozialversicherung, was für den Unternehmer ein Mehr von 22 Prozent des Bruttoentgelts  ausmacht. Steuereinsparungseffekte erhöhen die Liquidität des Unternehmens zudem. Die Laufzeit erfolgt in der Regel über acht Jahre mit einem jährlichen Zinssatz von 2,5 Prozent der zugesagten Leistung. Diese Zahlungen an eine betriebseigene Unterstützungskasse können für das Unternehmen als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Bei diesem Modell hätten der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber immer einen aktuellen Überblick darüber, was mit dem Geld für die Altersversorgung passiert. Die betriebseigene Unterstützungskasse lege die Gelder wiederum an. Alle Erträge, die hier erwirtschaftet würden, seien steuerfrei. Mit dem so erwirtschafteten Geld könnte der Unternehmer  in  erneuerbare Energien investieren um eine optimale Rendite für die Einlagen zu erzielen und zum anderen die Kosten für die Energie deckeln. Als Anlagekonzept schlägt Peter Schrade vorzugsweise eine  Photovoltaikanlage vor, die von den Arbeitgebern und Arbeitnehmern als Ertragssicherheit bewertet werden könne. Durch die garantierte Einspeisevergütung der Energieversorger könne das Unternehmen  den  produzierten Strom zur Eigenversorgungnutzen. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Gäste die Gelegenheit, um mit Peter Schade (IMF) und Volker Gogoll, Vogomedia, ins Gespräch zu kommen.